Wald im Stadion

Wald im Stadion

Mit einer weltweit beachteten Installation hat der Schweizer Kunstinitiator Klaus Littmann im Klagenfurter Wörthersee Stadion auf die Bedeutung des Waldes als Lebensraum hingewiesen. Vom 8. – 27. Oktober 2019 waren nicht 22 Fußballspieler die Hauptattraktion, sondern 299 Bäume.

Mehr als 200 000 Tausend Besucher waren während der siebenwöchigen Ausstellungszeit auf den Beinen, um Bäume zu sehen, die es –wie das Foto zeigt- auch in und um Klagenfurt herum in freier Natur zu bewundern gibt. Bleibt zu hoffen, dass die Bevölkerung durch diese Initiative den Wald vor der Haustür wieder mehr als wichtigen Bestandteil der Schöpfung zu würdigen weiß.

 

Schule für Urwissen in Ecuador

Naupany-Puma-22-11Naupany Puma (das Foto entstand bei einem Seminar mit ihm im November 2014 am Starnberger See) ist ein Nachfahre des Inkavolkes und ein Pilger auf den Spuren der alten Sonnentradition. Er hat sich zum Ziel gesetzt, unter dem Begriff “Munay Suyu”, was übersetzt Land der Liebe, heißt,  Begegnungsstätten für Menschen aus aller Welt zu schaffen, die sich nach einer Erneuerung und der Einkehr in das Naturwissen sehnen. Mittlerweile hat seine “Schule für das Urwissen” den Betrieb  aufgenommen.  Zu diesem Zweck wurde die Stiftung „The Pachakutec Project“ gegründet, die ihren Sitz in der Heimat von Naupany Puma (Ecuador) hat. Weitere Informationen: www.naupanypuma.com

Erhalt von Fauna und Flora durch Beweidung wie in Urzeiten

Mildimal-10-10Fast wie in Urzeiten als Herden von wildlebenden Auerochsen noch die Münchner Schotterebene beweidet haben (Bild) .Heute sind es sogenannte Heckrinder im Fußbergmoos, die dort als Landschaftspfleger ihren Dienst tun. Der Name dieser Rinder geht auf die Brüder Heinz und Lutz Heck zurück, die schon in den 1920er-Jahren versucht haben, die bereits im Mittelalter ausgerotteten Auerochsen durch Rückzüchtung wieder „in das Landschaftsbild zu bekommen“. Diese Tiere leben heute wie ihre Ahnen ganzjährig in freier Wildbahn im natürlichen Herdenverband und tragen im Sommer dazu bei, dass der Aufwuchs im Fußbergmoos dezimiert wird, um die natürliche Lebensgrundlage zu erhalten. Dies ist für das natürliche Gleichgewicht wichtig, so wie es eben auch schon in Urzeiten der Fall war. Würde der Pflanzen- und Sträucheraufwuchs nicht abgetragen werden, hätte dies fatale Auswirkungen auf Fauna und Flora in dieser einmaligen Naturlandschaft. Eine Verbuschung und die düngende Wirkung der Pflanzen würden dazu führen, dass die Artenvielfalt von Jahr zu Jahr abnimmt. Um dies zu verhindern, hat die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck des Landesbundes für Vogelschutz  ein Beweidungsprojekt mit Heckrindern ins Leben gerufen. Die Wind und Wetter trotzenden Tiere werden von ehrenamtlichen Helfern täglich betreut und im Winter zu gefüttert. Weitere Informationen: www.fuerstenfeldbruck.lb.de/naturschutz/biotopschutz/vierbeinige-landschaftspfleger

Anmerkung in eigener Sache:

„Ich durfte fast ein Jahr lang die Heckrinder im Fußbergmoos als Teammitglied der Rinderhirten mit betreuen. Seit 2014 befindet sich mein Atelier in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Tieren. Die dortige Natur ist für mich zu jeder Jahreszeit eine Augenweide und Inspirationsquelle.“

Ihr Georg Johannes Miller